James Doohan erzählt in diesem Video eine persönliche Geschichte. Wie fühlst du dich gerade? Was denkst du ist James für ein Mensch? Merke dir deine Gedanken und Emotionen die du gerade hast.

Eine gut erzählte Geschichte kann dafür sorgen, dass du Vertrauen und eine enge Verbindung zum Erzähler aufbaust. Dafür sind bestimmte Glückshormone, welche von deinem Gehirn ausgeschüttet werden, verantwortlich. Warum dies so ist und wie du diesen Effekt für dich nutzen kannst, um die Emotionen deiner Zuhörer zu beeinflussen, kannst du im folgenden Artikel nachlesen.

Abbild Gehirn
Einfaches Modell des menschlichen Gehirns

Was du hier siehst ist eine vereinfachte Skizze des menschlichen Gehirns. Wenn du vom Reptilien-Gehirn über das Limbische-System bis hin zum Cortex und Neocortex blickst, wirst du vielleicht feststellen, dass das menschliche Gehirn über die letzten Millionen Jahre gewachsen ist. Das Konzept wird auch Triune Brain genannt. Wir unterteilen dabei das Gehirn in 4 Regionen.

Reptilien-Gehirn

Dieser Teil des Gehirns ist für unsere Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung, Koordination usw. verantwortlich.

Limbisches-System

Hier liegt unser Emotionszentrum. Vertrauen, Liebe oder Hass, das Limbische System setzt Hormone wie Dopamin, Endorphine, Oxytocin usw. frei, um uns zu kommunizieren, „Das ist gut für dich, mach weiter so“ oder „Das ist schlecht, hör damit auf“.

Cortex und Neocortex

In diesen beiden Regionen des Gehirns werden Erfahrungen abgespeichert und mit vergangenen Erlebnissen abgeglichen. Hier verbinden sich Milliarden von Neuronen miteinander und bilden unser Bewusstsein.

Wir werden von Gefühlen gesteuert

Diesen Satz hast du bestimmt gehört: „Es ist schwer Gefühle in Worte zu fassen.“ Warum ist das so? Wie wir gelernt haben, werden Gefühle im Limbischen System erzeugt. Unser Bewusstsein welches im Cortex verborgen ist, hat keine Möglichkeit bewusst auf die chemischen Prozesse unseres Emotionalen-Zentrums Einfluss zu nehmen. Das Interessante daran, unsere Emotionen haben eine große Auswirkung auf unsere Entscheidungen. Im Grunde sind wir emotionsgesteuerte Wesen, die glücklich sein wollen. Durch diese Prozedur sichert die Natur unser Überleben ab. Zum Beispiel: Wenn du etwas zu Essen kaufst, es zubereitest und verzehrst, erhöht sich dein Dopaminlevel. Du hast dafür gesorgt, dass dein Körper Zugriff auf wichtige Nährstoffe hat und die Natur belohnt dich mit einem guten Gefühl.

Ein weiteres Beispiel sind Ausdauersportarten wie Laufen oder Schwimmen. Ohne das Glückshormon Endorphin würden unsere Muskeln nach einer gewissen Zeit der Beanspruchung schmerzen. Doch die Natur hat uns zu wahren Ausdauerathleten gemacht. Vor Tausenden von Jahren, als es noch notwendig war, haben wir ein verletztes Tier über Stunden verfolgen können. Wir haben nach einer sportlichen Betätigung sogar ein gutes Gefühl, weil unsere Endrophin Level erhöht werden. Das Limbische System sorgt dafür, dass wir die Muskelschmerzen erst viel später spüren. Du kennst das bestimmt, wenn deine Muskeln erst am nächsten Tag durch einen Muskelkater streiken.

Die meisten unserer Entscheidung werden nicht rational bzw. bewusst von unserem Cortex getroffen. Die Gehirnregion, welche für unserer Gefühle verantwortlich ist, schüttet einen emotionalen Cocktail aus und wir treffen die Entscheidung, die uns glücklich machen wird. So garantiert die Natur, dass wir genau das machen, was unser überleben sichert.

Diese biologischen Abläufe erklären, warum der goldene Kreis (Warum, Was und Wie) von Simon Sinek funktioniert. Darin beschreibt er, dass Menschen die ihre Kommunikation so gestalten, dass sie zuerst erklären Warum sie etwas machen und dann erst erläutern Was und Wie sie es machen, eher ihre Zuhörer erreichen. Das Why, How und What passen perfekt über den Querschnitt unseres Gehirns. Denn sprechen wir die Emotion und somit das Limbische System unseres Gegenübers an, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass derjenige uns aufmerksam zuhört. (siehe Skizze)

Abbild Gehirn
Der goldene Kreis – Warum, Wie und Was über das Gehirn gelegt

Serotonin, Dopamin, Oxytocin und Endorphine – wie Glück in unserem Gehirn erzeugt wird und wie du Einfluss darauf nimmst, kannst du in Loretta Granziano Breunung, PHD legendärem Buch Habits of a happy brain nachlesen.

Für unsere Kommunikation sind diese Abläufe entscheidend. Wenn du eine Präsentation oder Rede hältst, wenn du dein Gegenüber von deiner Idee versuchst zu überzeugen oder eine Beziehung zu deinen Mitmenschen aufbauen möchtest, gehe folgender Maßen vor:

Übung

Versuche zu Beginn deiner Konversation oder deines Vortrags dein Gegenüber emotional zu involvieren. Das geht am besten mit einer Geschichte. Wähle eine authentische Story, die dich ebenso emotional berührt hat. Die Spiegelneuronen deines Gegenübers sorgen dafür, dass sie dieselben Gefühle spüren wie du. Wenn du die Geschichte gut erzählst, wirst du deine Gesprächspartnerin emotional packen und dadurch kannst du folgende Effekte beobachten: Deine Zuhörerin wird fokussierter und kann dir leichter folgen. Des Weiteren wird die Person motivierter und kann sich Dinge leichter merken. Dafür ist das Hormon „Dopamin“ zuständig. Mit deinen Erzählungen löst du bei deinen Zuhörern gleichzeitig das Hormon „Oxytocin“ aus. In diesem Gefühlszustand vertraut dir dein Publikum mehr, sie werden Großzügiger und fühlen sich dir verbundener. Das Gefühl, welches du nach der Story von James und seinem Fan hattest, wird durch einen erhöhten Oxytocin-Level erzeugt.

Eine offene Frage bleibt, warum funktioniert das auch mit Musik?

 

Podcast

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