„Ich bin jetzt erwachsen. Ich kann das nicht. Dafür bin ich zu alt. Ich werde des niemals schaffen!“ Gewöhnt euch an diese Gedanken. Je älter ihr werdet, desto weniger Neues könnt ihr dazulernen. Ab einem bestimmten Alter musst du mit dem auskommen was du hast. Für Jahrzehnte hat dieses Dogma in den kognitiven Wissenschaften geherrscht. Bis eines Tages ein Wissenschaftler von der Harvard Medical School, seine Versuchspersonen bat Piano-Spielen zu lernen.

In diesem Artikel erfährst du warum Nelson Mandela seiner Zeit voraus war, wie wir uns durch Gedanken verändern und warum die moderne Wissenschaft Visualisierung und Meditation mit unserem Glücklichsein in Verbindung bringt.

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[3 Minuten Lesezeit]

Unser Gehirn kann mehr!

Dr. Alvaro Pascual-Leone ließ eine Gruppe von erwachsenen Menschen, die noch nie ein Piano gespielt haben, für fünf Wochen lang, jeden Tag zwei Stunden lang, eine einfache Piano-Melodie so flüssig wie möglich spielen. Nach der fünfwöchigen Übungsphase stellten die Wissenschaftler fest, dass die Region im Gehirn(Motorcortex), die für die Fingerbewegungen zuständig ist, sich neu verkabelt hatten und die neuronalen Verbindungen deutliche Wachstumsraten aufzeigten. Damit zeigten sie, unser Gehirn kann selbst im Erwachsenenalter dazulernen.

Nur mit der Kraft ihrer Gedanken

Doch die Wissenschaftler erweiterten das Experiment und veranlassten eine weitere Untersuchungsgruppe dieselben Übungen zu machen. Dieses Mal sollten sich die Probanden nur vorstellen, die Fingerübungen auf dem Piano zu trainieren. Nach fünf Wochen sahen sich die Forscher die gleichen Hirnregionen wie von der tatsächlich praktizierenden Gruppe an und siehe da, das Wachstum der neuronalen Querverbindungen im Motor Kortex, war nahezu identisch. Die Testpersonen hatten praktisch nur durch ihre Gedanken-Kraft ihre Biologie verändert. Ein Meilenstein in den Kognitionswissenschaft.

Das Dogma welches für Jahrzehnte in der Wissenschaftswelt herrschte, geriet ins Schwanken.

Selbstheilung

Unser Gehirn ist flexibel und kann sich auf neue Situationen einstellen. Wenn gewisse Regionen, z. B. durch einen Schlaganfall nicht mehr funktionstüchtig sind, können wir durch physisches und mentales Trainings, andere Regionen unseres Gehirns trainieren, die verlorenen Eigenschaften auszuführen. Nur am Rande, in der Epigenetik entdecken Wissenschaftler gerade, dass nur ein gewisser Teil unsere Gene vererbt wird. Den anderen Teil programmieren wir bewusst und unbewusst während unseres Lebens und geben den „Code“ an die nächsten Generationen weiter. Aber dazu mehr in einem anderen Blog Artikel.

Forscher konnte außerdem nachweisen, dass wir mentale Krankheiten wie Zwangsstörungen ohne Medikamente lindern bzw. heilen können. Mit der kognitiven Verhaltenstherapie können Patienten durch mentale Übungen, ihre Störung signifikant verbessern. Weitere Untersuchungen zeigen, wir können sogar Depressionen, mit unseren Gedanken beeinflussen.

Kann ich durch mentales Training glücklicher und zufriedener werden?

Richard Davidson von der Universität von Wisconsin, hat in einem Experiment Mönche, die mehr als 10 000 Stunden in ihren Leben Meditation praktiziert haben untersucht. Er konnte nachweisen, dass die neuronalen Verbindungen zwischen dem „denkenden“ Teil und dem „emotionalen“ Teil unseres Gehirns, bei den Probanden um ein vielfaches ausgeprägter war als bei Leihen. Die Mönche können Empathie und Liebe bewusster fühlen. Durch Meditation und Gedanken war es den Mönchen möglich, ihr Gehirn neu zu verkabeln.

Wer sich tiefer mit Meditation und seinen Auswirkungen auf den Menschlichen Körper, beschäftigen will, dem kann ich das Meisterwerk von Dr. Joe Dispenza empfehlen: Werde übernatürlich. Es hat meine Weltansicht für immer verändert.

Das wissenschaftliche Dogma, wir sind wer wir sind und können daran nichts ändern, gehört der Vergangenheit an. Mithilfe unserer Gedanken und Methoden wie Visualisierung, Meditation, kognitive Verhaltenstherapie uvm, können wir unser Leben selbst in die Hand nehmen. Veränderung auf mentaler und biologischer Ebene ist möglich! Denn wie hat Nelson Mandela es formuliert:“ … I am the master of my fate I am the captian of my soul“.

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Ich möchte mich herzlich beim Time Magazin für ihre ausführlichen Artikel zu diesem Thema bedanken. Ohne Sharon Begley´s großartige Recherchearbeit wäre dieser Artikel nicht möglich gewesen.

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