Heute möchte ich euch anhand einer Geschichte zeigen, wie ihr in drei einfachen Schritten eure Story so erzählt, dass ihr die Zuhörer damit fesselt und sie euch leicht folgen können. Zu oft gehen wir das Thema Storytelling kompliziert an. Das Meisterwerk von Joseph Campbell – The hero with a thousand faces beschriebt 4 Akte und 17 Stationen. Das mag für einen Hollywood Film wichtig sein, aber für einen Storyteller, der die Geschichte von Angesicht zu Angesicht erzählt, reicht auch das folgende 3 Schritte Modell.  

Auch als Podcast

Im folgenden Artikel werde ich eine Zen Story erzählen und immer wieder dazwischen, die einzelnen Schritte erklären. 

Eines Tages konnte ein Bauer nicht mehr seine Arbeit am Feld vollrichten. Er verbrachte den ganzen Tag sitzend auf der Veranda. Sein Sohn musste die ganze Arbeit übernehmen.

Schritt Eins – Kontext

Zu Beginn der Geschichte wird der Rahmen und der Kontext beschrieben. Wir wissen, die Story findet auf einem Bauernhof statt, die Charaktere sind Vater und Sohn und der Vater kann nicht mehr Arbeiten. Wenn du deine Story erzählst, dann beginn mit dem Kontext und beschriebe dem Zuhörer Wo sich die Geschichte abspielt, Wer daran beteiligt ist und Was das Problem ist.

Motiv aus der Erzählung des Dekameron (Il Decamerone) von Giovanni Boccaccio 1906

Der Sohn dachte sich: „Er taugt nichts mehr!“. Aus seiner Frustration zimmerte er einen Sarg aus Holz, zog ihn vor die Füße des Vaters und sagte ihm, er soll sich hineinlegen. Ohne zu zögern, legte sich der Vater in den Sarg. Nachdem der Sohn die Holzkiste verschloss, schleppte er den Sarg zu einer Klippe.

Schritt Zwei – Aktion

In jeder Geschichte gibt es eine Aktion. Der Protagonist trifft eine Entscheidung, tut etwas unerwartetes oder die Herausforderung drängt ihn zu einer Handlung. Erzählt diesen Teil der Geschichte nach dem Kontext.

Als der Sohn den Klippen immer näher kam, hörte er ein Klopfen aus dem inneren des Sargs. Er öffnete die Holzkiste und der Vater sagte mit sanfter Stimme: „…“

Schritt Drei – Ergebnis der Aktion

Zum Schluss deiner Story platziere die überraschende Wendung oder das Ergebnis deiner Aktion. Oft passiert etwas, aus dem du eine Lehre gezogen hast oder die Geschichte lässt den Zuhörer mit einer offenen Frage zurück.

Der Vater sagte: „Wirf mich ruhig über die Klippen, aber behalte dir den Sarg, denn dein Kind wird ihn eventuell brauchen, wenn du alt geworden bist.“

Mit diesen drei einfachen Schritten, Kontext, Aktion und Ergebnis der Aktion, kannst du deine Story so strukturieren, dass die Zuhörer gar nicht anders können, als begeistert an deinen Lippen zu hängen. 

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